über jugendarbeit
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:-)-:
kinder sind der spiegel
deiner generation.
die arbeit mit kindern und jugendlichen ist das, was mich am meisten
beschäftigt. nicht etwa, weil sich das wegen meines berufes nicht
anders
ergibt, vielmehr widme ich dem die meiste zeit und die meisten
meiner gedanken. nicht nur für sich selbst da zu sein, sondern auch
für andere, das ist die einfachste erklärung für geben und nehmen.
junge menschen gehen einen weg und begegnen vielen menschen. die
einen wissen dies zu erzählen, die anderen leben jenes vor. jede
dieser begegnungen
ist eine erfahrung. was ich in eine solche begegnung
hineingebe, ist meine verantwortung. was sich der andere von einer
solchen
begegnung nimmt, ist sache dessen. wenn du einem anderen
menschen begegnest, vergiß diese chance nicht.
junge menschen interessieren sich mitunter für das, was erwachsene
schon längst vergessen haben, nicht mehr ändern möchten oder
vielleicht auch noch gar nicht kennen. solltest du erwachsen sein,
kannst du vieles davon entdecken. alles was du brauchst ist ein
wenig verständnis und einfühlungsvermögen.
wir leben in einer erwachsenen welt. wenn nur die jugend und der
erfolg etwas zählen, so ist das keine erfindung von
kindern und jugendlichen. letztendlich werden auch und gerade die
erlebniswelten jugendlicher von den idealen erwachsener vorbestimmt.
wen also sollten welche vorwürfe treffen?
kinder- und jugendarbeit macht man mit dem herzen. viel zu oft aber
stehen bürokratie gegen sinn und verstand, (möchtegern-) verwissenschaftlichung gegen
professionalität. immer mehr bestimmt (scheinbar) das geld die
wichtigkeit der jugendarbeit und nicht umgekehrt. aber wofür wird
geld ausgegeben? und von wem?
die politik und die bürokratie unserer gesellschaft haben es
geschafft, kinder- und jugendliche in erster linie als kostenfaktor
zu definieren, so wie andere soziale gruppen auch. dem entgegen
ist gerade die soziale arbeit längst zum geschäft geworden und
geschäfte werden gemacht, solange sie sich rechnen. dafür habe ich
kein verständnis.
generationskonflikte wird es immer geben. fragen, ängste und
vorwürfe auch. ich bin niemand, der kinder und jugendliche von
ihrer eigenen verantwortung enthebt und im gleichen zuge die
gesellschaftliche verantwortung an deren stelle setzt. aber die
gesellschaft ist härter und anonymer geworden und das, was wir
vermissen, lassen wir auch selbst vermissen.
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